Wer in der Schweiz studiert oder längerfristig dort lebt, um Deutsch zu lernen, muss bereits bei der Einreise nachweisen, dass er sich selbst während seines Aufenthalts finanzieren kann. Doch darüber hinaus möchte man ja auch mal ausgehen, einen netten Ausflug machen oder sich einmal etwas Schönes leisten können.

Viele Studenten, einheimische und internationale, gehen aus diesem Grund einer Nebentätigkeit nach. Solange sichergestellt ist, dass das Studium die Hauptbeschäftigung ist, können Studierende jobben, um ihr Budget aufzustocken.

Arbeiten in der Schweiz neben Studium und Deutschkurs

Tipps rund um das Thema Arbeiten in der Schweiz für internationale Studenten

Je nachdem aus welchem Land Sie kommen, gelten unterschiedliche Regelungen, wenn Sie einen Nebenjob beginnen möchten.

Als Student aus einem EU/EFTA-Staat können Sie mit einer Aufenthaltsbewilligung L EU/EFTA oder B EU/EFTA ohne Einschränkung einer Nebenerwerbstätigkeit nachgehen. Ihr Arbeitgeber muss dies allerdings dem zuständigen Migrations- oder Arbeitsamt melden.

Kommen Sie aus Bulgarien oder Rumänien, benötigen Sie eine Bewilligung, um eine Nebenerwerbstätigkeit aufzunehmen. Diese Bewilligung erhalten Sie dadurch, dass Ihre Universität oder Fachhochschule bestätigt, dass Ihr Studium durch diesen Nebenjob nicht beeinträchtigt wird. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit liegt bei 15 Stunden. Während der Semesterferien dürfen Sie mit einer schriftlichen Einverständniserklärung der Universität Vollzeit arbeiten.

Reisen Sie aus einem anderen Land als den oben genannten in die Schweiz ein, brauchen Sie eine Arbeitsbewilligung, um eine Nebenerwerbstätigkeit von maximal 15 Stunden pro Woche auszuüben. Diese Arbeitsbewilligung können Sie dann beantragen, wenn Sie bereits seit 6 Monaten eine Aufenthaltsbewilligung haben. Ihr Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, die Arbeitsbewilligung beim kantonalen Migrations- oder Arbeitsamt zu beantragen.

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Wie viele Stunden dürfen Studenten neben dem Studium arbeiten?

Die wöchentliche Höchstarbeitszeit für einen Nebenjob liegt zwischen 15 und 20 Stunden. Dies ist davon abhängig, aus welchem Land Sie kommen. Wichtig ist jedoch, dass diese Nebentätigkeit Ihr Studium nicht beeinträchtigt und es dadurch zu Verzögerungen in Ihrem Studienablauf kommt.

Entscheiden Sie sich dafür, in den Semesterferien zu arbeiten oder ein Praktikum zu machen, können Sie die volle Arbeitszeit, also 100%, ausschöpfen.

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Muss das Geld aus einem Nebenjob oder einem Praktikum versteuert werden?

Alle Einkünfte aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit müssen versteuert werden. Dazu zählt auch der Lohn aus Praktika, Ferienjobs und Nebenjobs. In vielen Kantonen bezahlt man aber erst ab einem Mindesteinkommen Steuern. Man muss das Einkommen aber auf alle Fälle angeben, auch wenn man das steuerfreie Minimum nicht erreicht. Dieser Steuerfreibetrag variiert zudem, abhängig davon in welchem Kanton und in welcher Stadt man wohnt.

Wo können internationale Studenten in der Schweiz einen Nebenjob finden?

Es ist nicht so einfach, einen gut bezahlten Nebenjob zu finden. Studierende in den deutschsprachigen Kantonen tun sich damit jedoch leichter als ihre Kollegen in den anderen Kantonen.

Folgende Websites können bei der Suche nach einer Nebenerwerbstätigkeit helfen:

Studenten haben aber auch die Möglichkeit auf den Suchplattformen Ihrer Universität fündig zu werden, da beispielsweise die Universität St. Gallen oder die Universität Zürich Stellenangebote für Studenten ausweist.